Urlaub in Bosnien/Kroatien-Teil 4
Heute mal aus der Rubrik “Urlaub mit Kind und Kegel” - in diesem Fall Kindern und Hund. Es ist wie mit vielem: besser man hat vorher nicht über alle Details nachgedacht, sonst hätte man sich das vielleicht gar nicht erst gegeben. Nein. So schlimm ist es natürlich nicht. Es war mein Traum, mit meiner ganzen Mannschaft loszufahren - und es war eine wunderbare Idee.
Leider habe ich ein bisschen vergessen, was es heißt, einen Hund von einer heimischen Wiese woanders hin zu verpflanzen, wo vor allem eines nicht so geht, wie daheim: leinenlos rennen.
In Bosnien galt für Nele strikte Leinenpflicht. Ich habe keine Ahnung, wie gefährlich das durch die Pampas rennen wirklich dort ist, aber die Warnungen haben gereicht. Das hat auch soweit gut funktioniert - Nele war schon sehr zufrieden mit dem Baden in der Una und bekanntlich ist Dabeisein ja alles (ich glaube, genau das gilt vor allem für einen Hund).
Problematisch wird es immer in oder an hochfrequentierten Orten. Jetzt rächt es sich ein bisschen, dass ich selten mit dem Hund ins Dorf oder die Stadt fahre. Vor zwei Tagen waren wir im Naturpark Krka - Schwerstarbeit: 28 Kilo ziehen mit Wucht einen steinigen Trampelpfad nach unten als gäbe es dort entweder etwas zu gewinnen oder wir hätten einen ganzen Trupp Verfolger hinter uns. Mir war dann direkt an der Krka gar nicht mehr so recht klar, wohin und warum Hund zieht, während aus dem Hecheln schon ein verzweifeltes Röcheln wird und warum Nele sich überhaupt nicht mehr animieren lässt, mir mal zuzuhören. Mir war nur noch klar: so geht das nicht, denn so ein zerrender Hund ist nicht nur ein anstrengender Anblick sondern auch eine schweißtreibende Angelegenheit. Kaum übrigens gibt es keine Autos und keine Menschen: wie ausgewechselt. Mein Fazit mal wieder: Hundeschule. Hier hilft kein “wir müssen das nur oft genug machen”-Gewöhnungseffekt mehr.
Gestern haben wir einen schönen, recht einsamen Strand gefunden, wo ich Nele laufen lassen konnte. Es hat ihr sichtlich Spaß gemacht und sie ist auch eigeninitiativ ins Wasser. Hunde, die gerne baden? Das halte ich ja fast für eine Mär. Mein Hund badet nicht gerne, vor allem aber würde er nie so tief ins Wasser gehen, dass er in die Verlegenheit käme, schwimmen zu müssen. Kniehöhe ist also noch akzeptabel. Ach ja - und es macht mir Spaß, ihr dabei zuzusehen, wie sie zaghaft das Wasser erobert… ;-)
Heute möchte ich nach Trogir - aber ohne Hund. Der wird es wahrscheinlich mehr genießen, nochmal an den Strand zu kommen oder einfach nur bei uns auf dem kühlen Boden des Innenhofs unseres Hauses zu liegen.
Jetzt aber gehen wir erstmal auf die hiesige Hundewiese. Ich nehme gleich mal die Kamera mit, um Euch zu zeigen, wie schön es sich dort zwischen Oliven und Feigenbäumen so schnuffeln lässt (ich fotografiere, Hund demonstriert das).
