Urlaub in Bosnien/Kroatien - Teil 1
Ihr habt lange nichts von uns gehört. Dafür jetzt gleich umso mehr. Ein Reisebericht…
Ein Spontanurlaub, den wir da geplant haben: über Bosnien nach Kroatien (oder besser über Kroatien nach Bosnien und zurück nach Kroatien).
Mit allem, was mindestens zwei Beine hat, also auch mit Hund.
Wer mit dem Hund nach Bosnien will, muss einiges wissen:
Man braucht neben einem aktuellen, internationalen Impfausweis mit gängigen Impfungen vor allem ein amtsärztliches Zeugnis. Ein Unterschied übrigens zu vielen anderen Ländern, da tut es meistens der internationale Impfausweis. Das amtliche Zeugnis bekommt man zumindest bei uns wirklich problemlos im zuständigen Verterinäramt - in Regensburg gibt es dort eine sehr nette Tierärztin, die uns nochdazu bescheinigt hat, dass es in unserem Umkreis innerhalb der letzten 4 Jahre keinen Fall von Tollwut gab. Sicherheitshalber mehrsprachig.
So sind wir also gestern losgefahren - 5 Leute plus Nele. Mit zwei Autos, denn ein Kofferraum gehört ausschließlich dem Hund. Wir haben uns übrigens nach einem großen Mietauto erkundigt, sind aber jäh in die Realität geholt worden: Kaum ein Autovermieter erlaubt mit Mietauto die Einreise nach Bosnien. Wer nach Kroatien möchte, muss zumindest auf einige Marken verzichten wie beispielsweise VM, BMW oder Mercedes.
Die Fahrt war entspannt: über Passau, Graz, Maribor bis nach Kroatien - und dort geht es dann weiter über die Landstraße Richtung bosnische Grenze - unser Ziel war Bihac. Ein bisschen blöd ist die österreichische Strecke, denn sie bietet wegen der vielen Tunnels kaum Gegenden, in denen man gut Pause mit Hund machen kann. Und wirklich anstrengend das letzte Stück Bosnien - hier sind Zwischenstops und Spaziergänge in der Pampas tabu, weil nicht recht klar ist, ob da nicht doch noch die ein oder andere unentdeckte Mine herumschwirrt.
Aber: Hund hält sich tapfer - übrigens auch Linus mit seinen gerade 6 Jahren. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, viel mehr Pausen machen zu müssen als wir tatsächlich machen mussten. Ehrlich gesagt glaube ich allerdings auch, dass Nele dann doch etwas gestresst war von der neuen Umgebung und den vielen Eindrücken wie dem Tunnel-Fahren, den (kurzen) Pausen auf Tankstellen und so weiter.
Der Klimaanlage ist sicherlich einiges zu verdanken - ich hätte sonst wahrscheinlich wirklich ständig Sorgen gehabt, wie es Nele wohl geht. Übrigens hatten wir permanent Wasser im Auto, aber irgendwie war sie nicht so recht zu bewegen, davon etwas zu trinken - nur bei Pausen.
So sind wir dann gestern nach 11 Stunden Fahrt gut in Bihac angekommen.
Bihac liegt am wundervoll idyllischen Fluss Una. Das war dann auch das erste für Nele: Baden. Der Fluss ist beeindruckend klar und das hat wohl auch dem Hund gut gefallen - wäre es nicht recht schnell recht tief (zu den Schwimmern gehört mein Hund nicht).

Die Landschaft hier übrigens großartig. Ich würde gerne noch mehr sehen, aber leider bleibt im Moment nicht genug Zeit.
Was ich mir wiedermal gewünscht hätte, wäre ein etwas leinengängigerer Hund. Keine Ahnung, ob es mehr Unsicherheit ist, was sie treibt oder Neugierde. Eigentlich würde sie nach meiner Erfahrung bestimmt auch dableiben - aber ohne Leine kommt nicht in Frage.
In der Pamaps übrigens schon gar nicht: es scheint deutlich mehr verminte Gebiete zu geben, als wir das ahnen, die zwar ausgeschildert sind, aber einem Hund hilft genau das natürlich im Extremfall wenig. Und dann habe ich auch Angst vor Glassplittern und anderem. Ein anderes Problem sind die vielen herrenlosen Hunde, die hier teilweise halb auf der Straße liegen (was sie nicht zu stören scheint, für unsereins aber irgendwie ein ungewohnter Anblick ist).
Morgen geht es weiter nach Kroatien ans Meer. Wieder eine neue Erfahrung für den Hund! Ich bin gespannt, was sie vom Meerwasser hält ;-)
Ich hoffe, dass ich ab morgen schnell das “Problem Internet” lösen und damit den Reisebericht fortsetzen kann. Fotos gibt es dann natürlich auch wieder (inklusive Hund). Dann die Frage des “Wer beißt hier?”
