Kroatienurlaub: Wieder zu Hause
Wir sind wieder zu Hause - im Regen. Ich dachte, ich brächte das schlechte Wetter mit, aber U., mit der ich mich gleich noch treffen wollte, sagte mir gerade, das sei die vergangenen Tage schon so gewesen… wir haben also wirklich nichts verpasst.
Nach insgesamt über 2000 Kilometern (Wenzenbach Abfahrt bis Ankunft) kann ich guten Gewissens sagen: Urlaub mit Hund ist kein Problem (die Geschichte mit der Leine ist eine andere).
Wahrscheinlich gibt es Hundebesitzer, die das alles besser planen und weniger improvisieren als ich. Ich habe nur geschaut, dass die Hunde-Papiere in Ordnung sind, habe die Hundedecke ins Auto plus einem Wassernapf und Futter für unterwegs, nicht zu vergessen den Hund und bin losgefahren.
Die Pausen, die wir machen mussten, waren nicht anders als die, die ich mit Kindern auch gemacht hätte: im eigenen Interesse kümmert man sich darum, dass der Hund zum Pinkeln kommt und zwischendurch die Gelegenheit hat, sich ein bisschen die Beine zu vertreten. Okay, irgendwie kommt bei solch langen Fahrten natürlich schon ein Tag heraus, an dem der Hund nicht sein übliches Run-Pensum bekommen hat, aber das geht uns Menschen ja auch nicht anders und ist in diesem Fall schnell am nächsten Tag durch einen ausgiebigen Spaziergang wieder wett gemacht. Sicherlich muss man aber die Anzahl der Pausen einfach auch an den Witterungsbedingungen festmachen - ich bin mir nicht sicher, ob die Klimaanlage wirklich ausreichend ist, um hohe Temperaturen für einen Hund zu kompensieren.
Wir hatten glücklicherweise ein geräumiges Ferienhaus mit viel Platz für den Hund - ich denke, das ist wichtig. In einer kleinen Ferienwohnung wäre das wohl etwas anstrengender geworden, man tut dabei sicherlich nicht nur dem Hund sondern auch sich selbst etwas an.
Bosnien war in diesem Fall etwas extrem. Hätten wir nicht Menschen vor Ort gehabt, die sich entsprechend mit den Gepflogenheiten auskennen und uns schon geprimt hatten, hätte ich mich erstens wahrscheinlich falsch verhalten und wäre zweitens recht blauäugig gewesen. Ich bin mir aber sicher, dass das eine Ausnahme ist. In Kroatien beispielsweise ist das schon alles wieder ganz anders.
Wichtig aber nach dieser Erfahrung in jedem Fall, sich kurz mit der Akzeptanz und der Haltung von Hunden im Gastland auseinanderzusetzen, um einerseits nicht anzuecken und andererseits auch seinen Hund nicht in Gefahr zu bringen.
So, demnächst noch weitere Urlaubsfotos!