Von Moos und dem Hündlein auf dem Eis

Moos angesetzt

Unser heutiger Spaziergang: in Hauzenstein an den Fischweihern entlang. Ein großer hat noch eine komplette Eisdecke, aber rund um den Weiher hört man immer wieder ein dumpfes, fast unheimliches Knacken, fast so, als klopfe jemand von unten ans Eis.

Die gesamte Eisdecke ist inzwischen von riesigen Rissen durchzogen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit…

Nele - unbeirrt, ist dann doch aufs Eis, ehe wir schauen konnten. Nicht gut. Ich weiß nicht, wie ich überhaupt reagieren würde, wenn es jemanden aus dem Eis zu retten gibt, nochdazu stelle ich mir das mit Hund dann noch etwas komplizierter vor…

…und zieht es dann heraus,
vom Fuß bis zu dem Kopfe
wie eine Wassermaus.

Glücklicherweise hat sie es dann doch vorgezogen, auf dem Waldweg weiterzuschlittern und das macht sie inzwischen richtig gut.

Mich macht es fast ein bisschen wehmütig, dem Eis beim Schmelzen zuzusehen. Ich mag den Winter. Der zeigt langsam, dass er bald zu Ende geht.

In Hauzenstein steht ein alter Schuppen. Eher ein Verschlag, eine Holzüberdachung für Heuballen oder ähnliches, ich habe keine Ahnung, wie man so etwas nennt. Seit jeher fasziniert mich dieses Relikt aus alten Zeiten. Das Ziegeldach ist über die Jahre dick bemoost und vom verzerrten Holz inzwischen ganz windschief. Es ist schön, dass man noch nicht auf die Idee gekommen ist, das Ganze abzureißen und gegen etwas Neues, Modernes und Praktisches einzutauschen. So behält dann das verschlafene Hauzenstein etwas Urtümliches. Wäre nicht gleich gegenüber ein riesiger Biobauernhof, der offenbar recht expandiert hat, könnte man es fast idyllisch nennen.

 

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