Im Nebel
Heute früh sind wir ganz schön im Nebel herumgestapft. Noch immer hängt die weiß-graue Brühe über Wenzenbach, langsam traut sich die Sonne etwas raus. Wann immer Nebel angesagt ist, setzt er sich hier bei uns so richtig fest.
Ich mag die Stimmung im Wald bei dem Wetter trotzdem oder ganz besonders. Nochdazu, wenn es ganz still ist. Kein Wunder, dass da oben nichts los ist: hier herrscht immer noch Eiszeit. Während Nele fröhlich schnuffelnd durch die Gegend getigert ist, bin ich ein wenig zickzack über den Waldweg gerutscht, immer auf der Suche nach irgendwas, an dem sich meine Füße festhalten können. Ich träume noch von Spikes (nein, ich werde mir keine doofen Nordic Walking Stöcke zulegen!).
Komischerweise, das muss ich hier auch mal los werden, ist jedes begehbare, nicht vereiste Stück Wegrand prompt von einem Hundehaufen belegt. Es geht also nicht nur darum, möglichst sicher durchs Gelände zu kommen, sondern gleichzeitig, nicht in irgendeinem Würstl oder Brei auszurutschen. Naja. Als Nichthundebesitzer würde ich mich da wahrscheinlich ärgern. Mein Hund schlägt sich da freundlicherweise meistens ins Gebüsch und das nenn ich doch dann gut erzogen.
Zum Fotografieren ist das Wetter nicht unbedingt ideal, - höchstens man findet ein “dramatisches” Motiv. Die gibt es aber da oben am Forstacker einfach nicht… Nur diese Pflänzchen hier sind mir aufgefallen. Ich hätte mir zugegeben etwas mehr Zeit lassen müssen, aber irgendwie war ich nicht so 100% in der Laune. Die Farben haben es mir trotzdem angetan.
Ich habe nämlich den Plan - und daher auch immer die Kamera dabei- , auch mal ein 12 Monats Projekt zu starten, kann mich leider nur noch nicht entscheiden, welches Motiv ich nehmen soll. Vielleicht werden es deshalb zwei oder drei: eines mit Bäumen, die im Herbst schöne Farben haben werden, eines mit Obstbäumen, denn die blühen einfach wunderschön und dann dachte ich noch an etwas Waldiges. Mal sehen.
