Unglaubliches
… finde ich heute in unserer Lokalzeitung. Und gleich recherchiere ich weiter im Internet und siehe da. Sie fand tatsächlich statt, die “Mops-Party” - initiiert von Gourmet Käfer. Eine Party für die Schickeria Münchens (gibt’s die noch?) und deren Möpse - offenbar der Schickeria Hund schlechthin.
Für einen guten Zweck, so verkauft man die dekadente Show, die natürlich parallel als Werbeveranstaltung genutzt wird. Abartig…
Nein, es ist durchaus eine gute Sache, sich für den Tierschutz einzusetzen. Keine Frage!
Das allerdings im Rahmen einer Mops Party, - ein Anlass für den die armen Tiere extra in Kostüme gezwängt werden? No!
Vielleicht aber rechtfertigt sich die Sache ja von selbst, sagt doch angeblich eine Mops Besitzerin:
„Es gibt Hunde und es gibt Möpse“, erklärt Müller, „ein Mops hat mit einem Hund nichts zu tun“.
Wir brauchen uns also über das Thema Tierquälerei gar nicht mokieren?
Lieber Herr Käfer, liebe Frau Ackermann: Geld für einen guten Zweck sammelt sich auch anders.
Liebe Besucher… macht irgendwas, um in die Öffentlichkeit zu kommen. Eine Mops Website beispielsweise. Aber bitte, bitte lasst Euere Möpse zufrieden. Schickt sie auf die Wiese oder in den Wald. Aber ohne Kostümierung. Es sind zwar keine Hunde, wie ihr selbst sagt, aber Tiere, darauf können wir uns hoffentlich einigen, sind es allemal.
Und liebe Journalisten: es gibt wichtigeres als Fotos dieser Art (Fotos vom Focus). Was Ihr uns damit allerdings zeigt: Ja! Ein Mops scheint beim besten Willen kein Hund zu sein. Vor allem aber sind viele Mopsbesitzer, zumindest die 500 Besucher dieser Veranstaltung, keine Tierfreunde. Da hilft auch die Erklärung nichts, dass man die Viecherl nur für einen guten Zweck so anziehe. Und da hilft auch keine Entschuldigung der Art
„Wir quälen sie damit nur bei wichtigen Anlässen.“


Emils Frauchen
geschrieben am 27 Apr 09 um 08:59Was soll man erwarten von Menschen, die Hunde züchten, die ihre Welpen nur noch durch Kaiserschnitt gebären können, da die dicken Köpfe nicht mehr durch das schmale Becken passen? Die Hunde ohne Nasen züchten, und damit Zahn und Atemprobleme in Kauf nehmen? Die Hunde mit hervorstehenden Augen züchten, die zu schweren Augenverletzungen führen können? Nicht zu vergessen die extremen Hautfalten, die Ekzemen eine gute Unterlage bilden. Da sind diese lächerlichen Klamotten noch das geringste Übel.
Anne-Kathrin
geschrieben am 27 Apr 09 um 09:26Okay, wenn du es so siehst - und ich kenn hier einem Mops und kann das alles nur bestätigen (das vollkommen Hunde-untypische Atmen der Möpse beispielsweise, das permanente Zungenrollen, das zwar ein interessantes fotografisches Motiv abgibt….), dann hast du vollkommen recht.
Ich mach auch keinen Hehl draus, dass ich die Mops Besitzer so gar nicht verstehe. Auch nicht das “ästhetische” Empfinden (ist das noch schön?).
Nele übrigens bellt den Mops an. Das einzige “Objekt” (ist ja kein Hund…), das sie anbellt, weil sie es offenbar nicht versteht.
Trotz allem macht es das doch gleich noch etwas absurder:
Für den Tierschutz und dann sowas?
Lächerlich. Absurd. Ablehnenswert in jeglicher Hinsicht.
Emils Frauchen
geschrieben am 27 Apr 09 um 10:59Natürlich ist es absurd, keine Frage!
Aber was soll dabei herauskommen, wenn die Schicki-Micki Gesellschaft sich bei einem “Event” nebenbei unter dem Tierschutz-Deckmäntelchen ein gutes Gewissen verschaffen will? Sie leben in einer anderen Welt und haben sicher noch nie ein Tierheim von innen gesehen. Denn da stinkt es, es ist laut und man muss elendige Anblicke ertragen.
Johannes
geschrieben am 27 Apr 09 um 11:36Der Mops fällt aus den von Birgit genannten Gründen auch zurecht unter Qualzucht. Allerdings ist weniger die Rasse “Mops” an sich daran schuld, sondern, soweit ich das beurteilen kann, die Zuchtordnungen, die zu dem verheerenden Zustand der meisten heutigen Möpse geführt haben. Und diese Zuchtordnungen sind nun - wenn auch leider mit einer langen Übergangsfrist - verboten, sodass wieder der altdeutsche Mops, also jener frei atmende Langnasenmops gezüchtet werden muss, ein Zuchtziel, das einzelne verantwortungsvolle Mopszüchter auch heute schon ausschließlich umsetzen.
Aber vielleicht sucht sich die Schicki-Micki-Gesellschaft ja dann eine andere kranke Rasse für ihr krankes Ego ;-)
liebe Grüße Johannes
Sabine
geschrieben am 26 Okt 09 um 13:36Mir bleibt nur Sarkasmus für sowas übrig:
Ein Hund ohne Nase zum freien atmen, aber mit Kostüm. Wie krank ist das?
Regina Herdzik
geschrieben am 18 Dez 09 um 19:14Frage: was wollen mir die Kommentare eigentlich sagen. Geht es wirklich um die “armen” Möpse??? Jeder der das meint, sollte mal auf seinen Speisezettel schauen. Wie schmeckt das vorher gequälte Schwein oder Hühnerei? Oder wer regt sich eigentlich und öffentlich mal über die armen Schäferhunde auf. Kaum einer schaft es alt zu werden ohne Hüft-Operation. Wie viele dieser armen Hunde fristen ihr Dasein auf irgendwelchen Flughäfen, als Arbeitstiere. Glaube nicht, dass das bei der Schöpfung so angedacht war. Also, geht es hier wirklich um die “ARMEN” Möpse , oder geht es mehr um die “DEKADENDE” Schickeria, die es sich erlaubt eine Party zu veranstallten um den armen Kreaturen in Rumänien zu helfen. Man sollte mit dem Ausdruck “Qual” etwas vorsichtig umgehen. Qual bedeutet “starke körperliche und seelische Schmerzen”! So sehen mir die Möpse auf den Abbildungen nicht aus- eher relext und gelangweilt. Außerdem zählt die Rasse mit zu den ältesten, die es auf der Welt gibt, also es ist keinesfalls eine neue Züchtung für die Schickeria. Falls hier der Eindruck entsteht, dass ich auch zu den Reichen gehöre,die einen Mops besitzt, so ist es keinesfalls. Ach ja, der Top-Dog Deutschlands war Kale - ein Mops.
L. Rittmann
geschrieben am 26 Jan 11 um 19:05An alle die hier über den Mops herziehen!
Ihr redet hier über Qualzuchten, und seid nicht informiert. Auch bei anderen Rassen müssen manchmal die Welpen per Kaiserschnitt gehohlt werden, doch meisst weil die Welpen schlecht liegen. Ich glaube eher das man hier den Neid heraushört, und ich bin auch nicht reich. Habe selbst eine Mopshündin, und ich hab nicht das gefühl das ihr das Leben Qualen bereitet. Und zu der Nasenfalte möchte ich noch anmerken, das sie täglich zu reinigen ist. Und schlißlich ist der Mops nicht umsonst eine der ältersten Hunderassen der Welt.
Geschmäcker sind zum Glück unterschiedlich, sonst währe es ja langweilig!