Die Sache scheint vom Tisch

Da die Entscheidung des Gemeindesrats ja auch innerhalb des Gremiums für einigen Unmut gesorgt hatte, habe ich vergangene Woche Kontakt mit einer der Kritikerinnen aufgenommen und die gab sozusagen “sanfte Entwarnung”: man habe ihr sowohl von juristischer Seite als auch am Landratsamt bestätigt, dass eine derartige Entscheidung rechtswidrig sei.
Man darf nun darüber lächeln, was eine Gemeinde bewegt, Beschlüsse durchzuwinken, die mit irgendwelchen rechtlichen Bedenken behaftet sind.
Und wir dürfen hoffen, dass die Entscheidung wieder revidiert wird.
So - nun kommen aber unsere Aufgaben…

Ich hatte mal über die Verunreinigung von Feldern und Wiesen mit Hundehäufchen geschrieben - ein Problem angeblich, wenn das Gras später an die Kühe verfüttert wird. Die Meinungen sind geteilt. Hier in der Gemeinde jedoch steht man eher auf dem Standpunkt “Hundekot = Kuh tot” und das will zumindest ich als Hundebesitzerin mangels Kompetenz nicht in Frage stellen.

Ich denke, um der Gemeinde wenigstens diesbezüglich den Wind aus den Segeln zu nehmen, sollten wir schlicht eine Art “Selbstverständniserklärung” abgeben, was die Beseitigung von Hundehäufchen betrifft. Hab ich kein Problem damit - aber: ich habe, wie wahrscheinlich viele andere auch, einfach keine Lust, meine Tütchen mit Hundehäufchen kilometerweit durch die Gegend zu tragen. Es muss also irgendwelche “Müllvorrichtungen” geben, sonst wird das einfach nicht funktionieren. In der Pampas kann ich das nicht erwarten, aber hier auf unsere dorfinternen, inoffiziellen Hundewiese wäre das eine gelungene Anschaffung finanziert durch unser aller Hundesteuer.
Und es muss vollkommen klar sein, dass “Kleinvieh auch Mist” macht und das dann für alle Hunde gilt.

Immer noch denke ich über die Story mit dem Reh nach, - die macht mich immer noch ziemlich sauer, weil sie so an den Haaren herbeigezogen klingt. Welcher Polizist ruft einen Gemeinderat an, um über ein gerissenes Reh zu berichten? Und welcher Hund frisst ein halbes Reh? Wo war der Hundehalter? Und wenn der Hund abgehauen ist, warum hat dann ausgerechnet die Polizei den Hund “in flagranti” mit dem Reh erwischt? Strange. Abenteuerlich. Märchenhaft. Und die totale Meinungsmache. Wie billig…

Vieles in dieser ganzen Argumentation zeigt eigentlich symptomatisch nur die Intoleranz in unserer Gesellschaft. Im Prinzip kommen wir hier alle wunderbar miteinander klar. Es gibt nur immer wieder Querulanten, die meinen, sie wären die ersten und einzigen, die hier irgendeine Berechtigung hätten. Was den einen ihr Hobby mit Gewehr oder Nordic Walking, ist mir meines mit Hund. Eigentlich ist das doch alles unter einen Hut zu bringen - ohne das Feindbild “Hund”.

 

Eine Antwort zum Beitrag “Die Sache scheint vom Tisch”

  1. Johannes

    geschrieben am 30 Mär 09 um 21:30

    Das klingt ja sehr gut! Hoffentlich dann auch wirklich und verbrieft!
    Und natürlich wäre alles unter einen Hut zu bringen - ohne irgend ein Feindbild mein ich, etwas weniger Egomanie und es könnten grad in einem kleinen Ort alle in Frieden leben und echt profitieren.
    Bei uns ist - wie ich heute erfahren habe - wirklich absolut überall Leinenpflicht (mit Ausnahme der unzumutbaren sogenannten Auslaufzone), es gibt an den neuralgischen Stellen, also an jenen, wo viele Hunde gehen, auch keine Müllvorrichtungen … die wurden nämlich abgenommen, damit sie nicht von Randalieren zerstört werden können … also kann man ja nur mit ein bisserl Anarchie überleben ;-), sprich den Hund halt frei laufen lassen und hoffen.
    liebe Grüße Johannes

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