Wolkig

Abbachhof Juni

Das Wetter der letzten Tage eignete sich vor allem für “dramatische” Wolkenaufnahmen.

Abbachhof Mohn

U. hat übrigens in letzter Zeit viel von Hasen erzählt, die dort in Massen rumhoppeln. Ich habe erst einmal welche dort gesehen, obwohl wir auch oft am Abbachhof unterwegs sind. Und ich habe sie eher gesehen als Nele. Keine Ahnung, was sie machen würde und wie schnell sie das Hüten wieder aufgeben würde…

Ein bisschen problematisch übrigens sind für uns im Moment Radfahrer von vorne. Auch am Abbachhof gibt es welche. Radfahrer von hinten, das ist nicht schlimm. Nele ist auch nicht daran interessiert, Radler zu “jagen”. Ist ein Radler vorbei, kann man Nele sofort von der Leine lassen. Kommt aber einer entgegen, habe ich Mühe, sie in Zaum zu halten. Sie will hin, sie will schnuffeln, sie ist einfach extrem neugierig. Sie will aber nicht wirklich nach. Und sie macht auch keinen ängstlichen Eindruck. Sie macht einen aufgeweckten Eindruck und wedelt freundlichst mit dem Schwanz. Nur erklär das mal einem Radler…

Ich habe mir seither angewöhnt, sie immer schon recht früh an die Leine zu nehmen. Dann muss sie sich hinsetzen, ich erkläre ihr, dass wir jetzt nur schauen und sonst nichts und dann machen wir genau das: wir schauen dem Radler beim Vorbeifahren zu. Dauerhaft will ich das aber auch nicht machen müssen. Nur leider sehe ich keinen Effekt. Es ändert sich nichts. Nele sitzt zwar brav da und schaut, ändere ich dieses Ritual aber nur ein klein wenig ab, dann wird wieder gezogen und gezerrt, was das Zeug hält. Und komischerweise sind es eigentlich nur Radler. Nordic Walking Frauen interessieren Nele kaum mehr.

Einerseits denke ich mir, bin ich es nicht, die keine Luft bekommt. Andererseits wäre es natürlich prima, wenn Nele nicht bei jedem entgegenkommenden Radler wie ein wilder Hund rüberkäme und ich ihr außerdem den Trieb zur Neugier etwas nehmen könnte… Wie das gehen kann, das ist mir noch ein Rätsel. Nele entpuppt sich als der Hund, der prima kann, wenn er will und sich vor allem nicht mit Leckerlies ködern lässt, wenn sie keine Lust hat. Als hätte sie sie Leckerlinummer voll durchschaut. Scheint mir so…

 

5 Antworten zum Beitrag “Wolkig”

  1. Emils Frauchen

    geschrieben am 12 Jun 09 um 15:59

    Eine schnelle Bewegung von vorne ist für den Hund erstmal ein Angriff. Unter anderem laufen Hunde bei friedlichen Begegnungen deswegen in einem Bogen aufeinander zu. Man kann nur durch Erziehung und Gewöhnung erreichen, dass der Hund lernt, es als harmlos einzustufen. Ich persönlich würde nicht stehenbleiben, denn das könnte den Radler noch interessanter machen. Hund mal an die lange Leine und einfach locker fröhlich lockend (eventuell mit Spielzeug?) einen leichten Bogen vom Radler weg laufen - so kommt der Radler nicht mehr direkt von vorne. Hat bei Emil recht schnell zum Erfolg geführt. Bei Emil waren es außerdem die auf ihn zu rasenden Inlineskater, die er fressen wollte.
    LG BB

  2. Anne-Kathrin

    geschrieben am 12 Jun 09 um 21:49

    Danke Birgit, das klingt plausibel und ich hatte auch schon vermutet, dass Stehenbleiben das Ganze noch verstärkt.

    Da bin ich allerdings im Zwiespalt:
    Wenn ich weitergehe, zieht Nele zum Radler und dann werde ich natürlich triumphierend angeschaut “Ha, da haben wir wieder einen dieser aggressiven Hunde” oder so ähnlich. Das kann ich nicht leiden.
    Wenn ich sitzen bleibe, dann ist der Hund ruhig, aber der Effekt ist vielleicht erzieherisch der falsche….

  3. Johannes

    geschrieben am 12 Jun 09 um 22:37

    Wir haben das Glück, dass etwa im Park einige Radfahrer genauso illegal wie unsere Hunde ohne Leine unterwegs sind (denn beides ist verboten: radfahren und Hunde ohne Leine) ;-). Und daher kennen die beiden Radfahrer von Anfang an und reagieren so gut wie nicht mehr auf diese. Stehengeblieben sind wir nie, wir haben ihnen immer vermittelt, dass das was ganz Normales ist, das zu ignorieren ist (wie Jogger, Walker etc.). War natürlich oft nicht so einfach, weil wir sie an die Leine nehmen, wenn ein Radfahrer (Jogger etc.) in Sichtweite ist und da war es angesagt, sehr genau darauf zu achten, dass wir diese Radfahrer, Jogger etc. deutlich früher entdeckten als die Hunde, damit sie nicht mitkriegen, dass sie WEGEN der Radfahrer, Jogger etc. angeleint werden. Denn sonst wären diese nur noch interessanter geworden … Ist ziemlich gut gelungen, das Problem ist mittlerweile manchmal fast ein anderes: einige der Radfahrer und einige der Jogger bleiben stehen und plaudern mit uns, kennen die Pelzigen schon gut und streicheln sie und diese meinen dann, dass die Radfahrer, Jogger etc. das immer tun und grundsätzlich ihre besten Freunde sind.
    “Feindbilder” allerdings sind junge “wilde” Mountainbikefahrer, die mit Helm und Höllentempo bergab rauschen (ein solcher hätte sie mal fast zusammengeführt, den Schock haben sie nicht vergessen und Bel Ami setzt wenn er sie sieht sofort zum Angriff an; und auch wir finden die extrem gefährlich) und mit den Skateboardfahrern klappts mit Bel Ami auch noch nicht ganz, die möcht er noch runterholen ;-)
    schönen Abend noch Johannes

    PS: Zum “Anleinen” noch eine Erklärung: Wir haben sie von Anfang an immer wieder angeleint (obwohl sie bekanntlich ja immer frei gehen), und zwar vor allem auch ohne “sichtlichen” Grund, damit sie nicht falsch konditioniert werden. Ist gelungen, beide machen überhaupt keinen Unterschied ob Leine oder nicht.

  4. Emils Frauchen

    geschrieben am 12 Jun 09 um 23:35

    Ich habe es bei Emil so gemacht: Inliner nähert sich, ich spreche ihn an und locke ihn und gehe nach rechts vom Weg runter aus der Schußlinie des Inliners. Kann man mit Futter oder Spielzeug unterstützen. Ich sollte aber in der Regel schneller reagieren als der Hund, ihn also schon VOR seiner “bösen” Absicht zu mir hin ablenken.
    LG BB

  5. Sateth & Double Trouble

    geschrieben am 13 Jun 09 um 22:03

    Eine Idee für die Übergangszeit, bis Nele Radfahrer vollständig ignoriert. Da Du Nele derzeit korrekterweise bei nahenden Radfahrern an die Leine nimmst, kannst Du statt des Absitzens die Richtung wechseln und ein Stück des Weges zurücklaufen. Somit wäre der Radfahrer in Neles Rücken, womit sie nach Deinen Ausführungen keinerlei Probleme hat.
    Ich selbst habe allerdings auf meine jungen und kurzzeitig an Radfahrern interessierten Hunde allein verbal oder erforderlichenfalls mittels kurzer Leinenkorrektur eingewirkt. Vom Stehenbleiben würde ich dringend abraten.

    @Johannes
    Ich praktiziere selbiges, wie unter PS beschrieben. Eine im Umgang mit den Hunden erfolgreiche und überzeugende Methode!

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