Unser erster Zenting Besuch seit…
ja, seit wann eigentlich? Es hat lange gedauert. Aber diesmal hat es endlich geklappt. Zunächst mal: das Wetter war grauenhaft, es hat wie aus Gießkannen geschüttet und daher gibt’s auch keine Fotos. Das ist traurig, lässt sich aber sicher nachholen, wenn wir bald wieder dort hin fahren.
Daher seid Ihr auch sicherlich nicht sonderlich verwundert, dass wenig gearbeitet wurde. Es ging einfach nicht. Eigentlich für mich gar nicht schlecht, denn ich habe ja bisher nicht mit einem Hund gearbeitet und musste mir das erstmal ansehen. Jetzt weiß nun schon mal, dass zwei Dinge enorm wichtig sind:
- bring einen ausgelasteten Hund mit (gar nicht so einfach bei einer Stunde Fahrzeit…)
- erwische einen geduldigen Tag
Beides mag leichter sein, wenn schönes Wetter ist… ;-)
Dass wenig gearbeitet wurde, machte Nele sicher nichts aus (mir ehrlich gesagt auch nicht, - ich muss da erstmal reinwachsen, war aber sehr gespannt…), denn Effendi, der große schwarze Bruder und Nelli, die süße schwarze Schwester, waren auch da. Ich muss sagen, dass in solchen Momenten der Kindskopf in meinem Briard voll rauskommt. Nele nämlich lässt sich da erstmal nicht zu sowas wie Disziplin hinreißen, sondern ist eher auf dem Zirkustrip und will nur eines: spielen. Effendi übrigens ist riesig - kommt mir zumindest so vor und er hätte gerne nicht nur gespielt sondern auch etwas geflirtet. Während ich dann doch gelegentlich inzwischen glaube, einen großen Hund zu haben, bin ich gestern eines besseren belehrt worden. Nur schlanker wirkt der Effendi irgendwie, was mich umgekehrt etwas nachdenklich gemacht hat ;-)
Es war also unser erstes Hundetraining… nein, der Chaostrupp waren wir nicht, aber vielleicht nur, weil wir uns erstmal vornehm im Hintergrund gehalten haben?
Also: nass war’s, aber nett war’s und wir kommen bestimmt beim nächsten Mal wieder. Wenn alles gut geht, kündige ich auch vorher einen Kuchen an - aber das muss ich echt kurzfristiger planen als 14 Tage oder drei Wochen im Voraus. Ich möcht für Nele und mich unbedingt ein bisschen was “mitnehmen” und lernen, empfinde allerdings eine Stunde Autofahrt am Wochenende zwischen dem ganzen anderen Chaos einfach wirklich als anstrengend - ein kleiner, aber nicht zu unterschätzender Nachteil. Bis zum nächsten Mal werde ich mir unsere erzieherischen “Problemstellen” mal ganz genau und kritisch anschauen.
Ach ja und der Johannes wollte wissen, wie oft das denn stattfindet. Es ist kein Wurf- oder Welpentreffen. Es ist ein Arbeitstreffen, aber eben mit vielen Briards, was ich wirklich schön finde und findet zweimal im Monat statt. Wie viel Fahrtzeit andere in Kauf nehmen müssen, um an diesen Meetings teilnehmen zu können, weiß ich nicht. Mir jedenfalls kommt sehr zugute, dass der Briardanteil recht hoch ist - erstens scheint es eine nette Runde zu garantieren und zweitens ist der Briard ja auf seine eigene Art und Weise eigensinnig.
Noch was haben wir aus Zenting “mitgebracht”: Nele hat einen tollen neuen Haarschnitt! So viel sieht man nicht davon (soll ja auch genau so sein!), aber unter den Augen ist die Wolle etwas reduziert. So hängt dann das Fell wenigstens nur noch von oben - für ihr Sichtfeld garantiert das Richtige. Außerdem weiß ich jetzt, wie man das macht und trau mich vielleicht beim nächsten Mal selbst ran. Danke!
Johannes
geschrieben am 16 Mär 09 um 17:32Hallo Anne,
alles beantwortet ;-) … ich bleib dabei: beneidenswert, so etwas fehlt für unsere Doggen leider komplett. Ich finde es - aus eurer Sicht - auch gut, dass viele Briards dort sind, denn ich glaube schon, dass Treffen mit anderen Vertretern ihrer Rasse für die Pelzigen mitunter sehr gut und auch wichtig sind. Und das aus mehreren Gründen. Erstmals scheint vieles dafür zu sprechen, dass sie selbst die “Eigenen” erkennen können oder auch die spezielle Spielkultur usw.
Liebe Grüße Johannes