Höchsten Respekt…
habe ich heute empfunden, als wir einen neuen Hund kennenlernten. Eine Boxerhündin. Genauer gesagt, eine von Geburt an taube Boxerhündin.
Ich hatte eine nette und vor allem interessante Unterhaltung mit der Hundebesitzerin. Hut ab!
Alles, was ich mir so zu Erziehung überlege und lese, dieser ganze Perfektionismus, der einem da so suggeriert wird. Das alles wird null und nichtig, wenn man sich mal vor Augen führt, wie gehandicapt nicht nur der Hund an sich sondern auch der Besitzer ist, wenn er einerseits dem Hund das geben möchte, was er braucht, dann aber auch den Hund zu einem sozialisierten Hund erziehen will (und das ja auch muss, auch für den Hund, der manche Gefahr einfach nicht erkennt).
Und sozialisiert ist diese Boxerdame. Nele und sie hatten viel Spaß. Okay, es ging kraftvoll zu, aber das ging höchstens an mir aus, weil ich zufällig im Weg stand. Wenn sich so ein Boxer, ein echtes Kraft- und Muskelpaket in vollem Schwung und mit voller Freude in die Gegend wirft, dann sollte man lieber einen Schritt zurück machen ;-)
Mir ist wieder einmal klar geworden, wie komplex die Sache mit der Hundeerziehung ist. Mir ist aber auch klar geworden, wie froh wir sein können, wenn wir nach Lehrbuch vorgehen können oder nach den Tipps und Tricks anderer - oder auch nach Hundeschule. Dies gilt insbesondere für Ersthundebesitzer wie mich. Ehrlich, ich wäre total aufgeschmissen…. Diese Boxerdame muss anders klar kommen und ihre Menschen müssen anders mit ihr kommunizieren. Ich war wirklich beeindruckt, wie dieser Hund schaut, wie er reagiert auf minimalste Bewegungen und wie das alles überhaupt funktionieren kann. Insbesondere auch, auf wie vielen verschiedenen Ebenen die Kommunikation ablaufen kann.
Wir treffen sie bestimmt wieder und dann mache ich vielleicht auch mal ein paar Fotos? Ich freu mich jedenfalls schon drauf, denn manche Begegnungen sind einfach angenehm, interessant und kurzweilig.
Diana
geschrieben am 12 Mär 09 um 20:35Hmm, sowas lese ich aber gerne, Danke! Man ärgert sich gelegentlich, manche Tage sind zum “wegwischen”, und dann.., ja dann hat man so eine Begegnung wie du (oder liest darüber) und man konzentriert sich wieder leichter auf das Positive :-)